Zorin OS gehört zu den benutzerfreundlichsten Linux-Distributionen überhaupt, und mit Version 18.1 legt das Team nach.
Sechs Monate nach dem Release von Zorin OS 18 erscheint nun das erste größere Point-Update der 18er-Serie. Über 3,3 Millionen Downloads der Vorgängerversion zeigen, dass die Distribution längst keine Randerscheinung mehr ist. Doch was bringt das Update konkret mit sich?
Eine der spannendsten Neuigkeiten ist die gleichzeitige Veröffentlichung von Zorin OS 18.1 Lite. Diese abgespeckte Variante richtet sich an Nutzer mit älteren oder leistungsschwächeren Computern und basiert auf der bewährten Desktop-Umgebung Xfce 4.20. Der Dateimanager wurde grundlegend überarbeitet, und es gibt nun Unterstützung für Fingerabdruckleser. Dazu kommen aktualisierte Themes und eine engere Integration von Web-Apps in den Desktop. Wer einen alten Rechner wiederbeleben möchte, bekommt mit der Lite-Edition ein solides Werkzeug an die Hand.
Zorin OS ist bekannt dafür, den Umstieg von Windows zu erleichtern. In Version 18.1 wurde die eingebaute Datenbank zur Erkennung von Windows-Installationsdateien erheblich erweitert. Die Unterstützung wuchs um mehr als 40 Prozent, sodass das System nun über 240 Windows-Anwendungen erkennt und dem Nutzer automatisch native Linux-Alternativen vorschlägt. Das ist ein cleverer Ansatz: Statt Windows-Programme einfach auszuführen, zeigt Zorin, was die Linux-Welt zu bieten hat.
Auf der Desktop-Ebene gibt es spürbare Verbesserungen beim sogenannten Advanced Window Tiling. Nutzer können gekachelte Fenster nun gemeinsam in den Vordergrund bringen, die Reihenfolge von Tiling-Layouts anpassen und das Edge-Tiling auch mit eigenen benutzerdefinierten Layouts kombinieren. Das Panel wurde außerdem für Rechts-nach-links-Sprachen optimiert, was die Zugänglichkeit für arabisch- oder hebräischsprachige Nutzer deutlich verbessert. Neue Einstellungen erlauben es zudem, das Verhalten von App-Tray-Icons individuell zu steuern.
Als vorinstallierter Standardbrowser setzt Zorin OS 18.1 erneut auf Brave, genau wie schon die vorherige Hauptversion.
Mit LibreOffice 26.2 kommt eine frische Version der beliebten Office-Suite an Bord. Die Kompatibilität mit Microsoft-Office-Dokumenten wurde verbessert, Markdown-Unterstützung ist nun integriert, und in Calc sowie Writer stehen neue Verbindungsformobjekte zur Verfügung. Für viele Nutzer dürfte besonders die verbesserte Dokumentenkompatibilität im Alltag einen echten Unterschied machen. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere vorinstallierte Anwendungen aktualisiert, während die Unterstützung für Flatpak, AppImage und Snap selbstverständlich erhalten bleibt.
Unter der Haube läuft nun Linux Kernel 6.17, der verbesserte Treiber und erweiterte Hardware-Unterstützung mitbringt. Besonders hervorzuheben ist die neue oder verbesserte Unterstützung für neuere NVIDIA‑Grafikkarten, Intel‑Xe3‑Grafik, AMD‑Hybrid‑GPUs in Laptops sowie ausgewählte Lenovo ThinkPad und Samsung Galaxy Book Modelle. Auch Apple-Eingabegeräte wie die Magic Mouse 2 und die Touch Bar auf Intel-basierten MacBook Pros werden besser unterstützt. Wer auf Handheld-Gaming steht, wird sich über die Unterstützung des ASUS ROG Ally, des Lenovo Legion Go und des OneXPlayer freuen.
Zorin OS 18.1 enthält die neuesten Sicherheits-Patches und wird bis Juni 2029 mit Software- und Sicherheitsupdates versorgt. Bestehende Nutzer von Zorin OS 18 können das Update bequem über den Software-Updater einspielen. Wer noch Zorin OS 17 nutzt, kann sogar direkt auf 18.1 upgraden, ohne Dateien oder Daten zu verlieren.
Alles in allem ist Zorin OS 18.1 ein solides, gut durchdachtes Update, das sowohl erfahrene Linux-Nutzer als auch Windows-Umsteiger anspricht.