Im Laufe des Jahres 2025 hat Microsoft mehrere Windows-Funktionen eingestellt oder für veraltet erklärt. Dies betrifft sowohl Nutzer von Windows 10 als auch Nutzer von Windows 11.
Das Wesentliche
Die Cortana-bezogene API, mit der sich Standortdaten für 24 Stunden speichern lassen, wurde als veraltet markiert.
Die App „Windows Maps“ wurde im Juli aus dem Microsoft Store entfernt und ist nicht mehr verfügbar. Benutzer werden nun zur webbasierten Anwendung Bing Maps weitergeleitet.
Microsoft führte im Jahr 2023 die Dev Home-App ein. Dabei handelt es sich um eine spezielle App für Entwickler, mit der sich bestimmte Einstellungen und Funktionen auf Windows-11-Systemen verwalten lassen. Im Januar 2025 erfuhren die Nutzer, dass Microsoft beschlossen hatte, die App im Mai 2025 einzustellen. Die wichtigsten Teile der App wurden in die Einstellungen-App migriert, sodass keine wesentlichen Funktionen verloren gingen.
Viele Legacy-Webkomponenten aus der EdgeHTML-Ära (dem ursprünglichen Microsoft Edge) sind weiterhin verfügbar, aber Microsoft hat angekündigt, dass sie irgendwann keine Sicherheitsupdates mehr erhalten und aus Windows entfernt werden. Microsoft empfiehlt dringend, auf WebView2 umzusteigen.
PowerShell 2.0 ist eine veraltete Version der Anwendung, die bereits vor acht Jahren als solche eingestuft wurde. Sie ist nicht mehr in Windows 11 (ab Version 24H2) enthalten. Skripte, die explizit auf PowerShell 2.0 angewiesen sind, können daher nicht mehr ausgeführt werden. Microsoft hat die Entwickler daher aufgefordert, ihre Skripte zu aktualisieren, um Störungen zu vermeiden.
Das Line Printer Daemon-Druckprotokoll (LDP) für UNIX-Systeme wurde bereits vor einem Jahrzehnt als veraltet markiert. Es wird in Kürze aus Windows entfernt. Microsoft empfiehlt eine Migration zu IPP.
Mit der Veröffentlichung von Windows 7 wurden Gerätemetadaten eingeführt. Damit konnten Hersteller ihre Geräte mit zusätzlichen Details, Symbolen und Logos versehen. Geräte-Metadaten im XML-Format werden jedoch nicht mehr unterstützt und OEMs können diese nicht mehr an das Partner Center übermitteln. Microsoft erlaubt jedoch weiterhin die Einbindung zusätzlicher Geräteinformationen mithilfe von INF.
WMIC (Windows Management Instrumentation Command-line) war eine Befehlszeilenschnittstelle, die IT-Administratoren nutzten, um ihre Systeme zu verwalten und Informationen über Hardware, Software, Dienste und mehr abzurufen. Anfang 2024 wurde WMIC standardmäßig deaktiviert und ist in den neuesten Windows-11-Versionen nicht mehr als optionale Komponente enthalten. Microsoft hat WMIC durch Windows PowerShell für WMI ersetzt.
Fazit
Mit dieser jährlichen Bereinigung verfolgt Microsoft das fortlaufende Ziel, Windows zu modernisieren. Dazu werden veraltete Funktionen entfernt und die Benutzer zu neueren Alternativen wie Bing Maps, WebView2 und PowerShell für WMI hingeführt.
