Outlook treibt selbst Astronauten zur Verzweiflung

Wer kennt es nicht? Man sitzt am Schreibtisch, öffnet Microsoft Outlook und statt der erwarteten E-Mails erscheint eine Fehlermeldung.

Frustrierend, ja – aber normalerweise kann man in solchen Momenten einfach aufstehen, einen Kaffee holen und es später erneut versuchen. Was aber, wenn man sich nicht im Büro befindet, sondern an Bord einer Raumkapsel auf dem Weg zum Mond?

Genau das erlebte Commander Reid Wiseman, der Kommandant der NASA-Mission Artemis II. Die Mission startete am 1. April 2026 – kein Aprilscherz – und schrieb Geschichte als erste bemannte Mondmission seit über 50 Jahren. Doch inmitten dieser historischen Reise meldete sich Wiseman bei der Bodenkontrolle mit einem Problem, das sich erschreckend vertraut anfühlte: Microsoft Outlook funktionierte nicht. Auf seinem Microsoft Surface Pro hatte er sogar gleich zwei Versionen des Programms installiert, und keine davon wollte ordnungsgemäß arbeiten.

„Ich sehe, dass ich zwei Microsoft Outlooks habe, und keines davon funktioniert“, so die nüchterne Aussage des Commanders. Eine Aussage, die Millionen von Büroarbeitern weltweit sofort nachvollziehen können.

Dabei ist das Problem nicht ganz so trivial, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Microsoft bietet derzeit zwei Versionen von Outlook an. Das neue Outlook, das im Wesentlichen nichts anderes als eine webbasierte Anwendung in einem Programmfenster ist, sowie das klassische Outlook, das seit Jahrzehnten in Unternehmen und Behörden weltweit im Einsatz ist. Beide Versionen haben ihre bekannten Schwächen und Eigenheiten. Dass ausgerechnet beide gleichzeitig versagen, und das auf einer Mondmission, ist jedoch eine besondere Pointe.

Die Redaktion von Engadget verfolgte den offiziellen Artemis-II-Livestream der NASA aufmerksam, konnte aber keine Lösung des Problems feststellen. Auch ein Blick auf DownDetector, das bekannte Portal zur Überwachung von Serverausfällen, brachte keine Erkenntnisse – schlicht deshalb, weil die Plattform zwar Dutzende von Ländern abdeckt, aber keine Kategorie für den Erdorbit oder den Mondkurs vorhält.

Diese Geschichte ist natürlich auch ein kleines Symbol für etwas Größeres. Die Menschheit ist in der Lage, Astronauten in einer hochkomplexen Rakete um den Mond zu schicken, Telemetriedaten über Hunderttausende von Kilometern zu übertragen und eine Mondmission in Echtzeit zu streamen. Und dennoch scheitert sie an einer simplen E-Mail-Anwendung. Die Technik, die den Alltag von Milliarden Menschen bestimmt, begleitet uns offenbar auch ins All – mitsamt ihren Bugs und Fehlfunktionen.

Fazit

Vielleicht ist das sogar tröstlich. Selbst Astronauten auf einer historischen Mission müssen mit denselben kleinen digitalen Ärgernissen leben wie wir alle. Der Unterschied ist nur: Sie können nicht einfach die IT-Abteilung anrufen. Neben dem humoristischen Aspekt dieses Ereignisses lässt sich natürlich auch eine simple Konsequenz ziehen: Wer sich auf Microsoft-Produkte verlässt …

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