Microsoft hat in einem offiziellen Support-Dokument eingeräumt, dass nahezu sämtliche Kernfunktionen von Windows 11 von gravierenden Fehlfunktionen betroffen sind. Die Problematik betrifft zentrale Shell-Komponenten wie das Startmenü, die Taskleiste, den Explorer sowie die Systemeinstellungen.
Technischer Hintergrund
Die Ursache liegt in fehlerhaften XAML-Komponenten und Paketaktualisierungen, die seit dem Patch-Tuesday-Update vom Juli 2025 (KB5062553), also seit vier Monaten, bestehen. Betroffen sind sowohl Windows 11 Version 24H2 als auch die neueste Version 25H2, da beide dieselbe Codebasis haben.
Betroffene Systeme und Auswirkungen
Besonders gravierend zeigt sich die Problematik bei provisionierten Unternehmens-PCs, wo Administratoren automatisierte Konfigurationen vornehmen. Die betroffenen Anwendungen können entweder mit Fehlermeldungen terminieren oder stillschweigend ihre Ausführung verweigern.
Bereitgestellte Lösungsansätze
Microsoft hat vorläufige Workarounds publiziert:
- Neustart des Shell Infrastructure Host-Dienstes mittels PowerShell-Befehlen zur Re-Registrierung der betroffenen Pakete
- Implementierung eines Anmeldeskripts, das den vorzeitigen Start des Explorers unterbindet, bis sämtliche erforderlichen Pakete vollständig bereitgestellt sind
Eine definitive Lösung befindet sich derzeit in Entwicklung.
Fazit
Wieder ein Grund mehr, sich nach Alternativen wie Linux, macOS oder ChromeOS umzuschauen. Hauptsache, eine AI-Funktion nach der anderen wandert ins Betriebssystem, obwohl die meisten Nutzer diese nicht verwenden wollen. Wenn man bedenkt, dass die weltweiten Windows-Nutzerzahlen laut Statcounter zum ersten Mal unter 70% gefallen sind, ist es fraglich, ob Microsoft den richtigen Ansatz mit Windows 11 verfolgt.
