Copilot überall: Wie viele KI-Assistenten hat Microsoft eigentlich?
Wer heute Microsoft-Produkte nutzt, kommt an einem Begriff nicht vorbei: Copilot. Doch wer glaubt, es gäbe nur den einen Copilot, der irrt sich gewaltig. Seit der Umbenennung von Bing Chat im Jahr 2023 hat Microsoft seine KI-Marke in fast jeden Winkel seines Software-Portfolios gedrückt. Das Ergebnis? Ein regelrechter „Copilot-Dschungel“ mit mindestens 16 verschiedenen Versionen.
Damit du den Überblick behältst, habe ich alle aktuellen Varianten für dich aufgelistet und sortiert.
Die Basis-Versionen
Diese Versionen sind für die breite Masse und den täglichen Einsatz gedacht. Microsoft Copilot ist der Standard-KI-Chatbot (ähnlich wie ChatGPT). Er ist im Web, als App sowie in Bing und Edge verfügbar. Copilot Pro ist die Premium-Version für Privatnutzer mit schnellerem Zugriff auf neue Modelle und erweiterten Funktionen für Bildgenerierung und Office-Integration. Copilot in Windows ist direkt in das Betriebssystem integriert, um Einstellungen zu ändern, Texte zusammenzufassen oder Apps zu steuern. Die neuen Copilot+ PCs bezeichnen eine neue Hardware mit speziellen KI-Chips (NPUs), die exklusive lokale KI-Features in Windows ermöglichen.
Produktivität & Entwicklung
Bei diesen Versionen liegt der Fokus auf der Arbeit mit Dokumenten und Code. Microsoft 365 Copilot ist in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams integriert. Es schreibt E-Mails, erstellt Präsentationen und analysiert Daten. Microsoft 365 Copilot Chat hingegen ist ein spezielles Interface für Business-Nutzer, das Informationen aus dem gesamten Unternehmensdatenbestand (Mails, Kalender, Dokumente) verknüpft. Auf Github gibt es den GitHub Copilot, ein Tool für Entwickler, das Code-Vorschläge macht und ganze Programmieraufgaben automatisiert. Und das Copilot Studio ist eine Plattform, mit der Unternehmen eigene, maßgeschneiderte KI-Assistenten (Agents) bauen können.
Business- & Cloud-Plattformen
Natürlich gibt es auch spezialisierte Versionen für komplexe Unternehmensstrukturen. Da wäre zum einen der Copilot for Dynamics 365. Dieser unterstützt in Bereichen wie Vertrieb, Kundenservice und Marketing. Der Copilot in Power Platform hilft beim Erstellen von Automatisierungen (Power Automate) und Low-Code-Apps (Power Apps) per Spracheingabe. Der Copilot in Microsoft Fabric bietet KI-Unterstützung für Datenanalyse und Business Intelligence. Was nicht fehlen darf, ist der Copilot in Azure, welcher IT-Admins bei der Konfiguration, Fehlerbehebung und Optimierung von Cloud-Infrastrukturen unterstützt. Auch beim Thema Sicherheit gibt es KI-Hilfe. Der Microsoft Security Copilot ist ein spezialisiertes Tool für Sicherheitsteams zur Erkennung und Abwehr von Cyber-Bedrohungen.
Rollenspezifische Experten
Natürlich gibt es auch Versionen, die ganz auf bestimmte Berufsgruppen zugeschnitten sind. Dazu gehört der Copilot for Sales, Dieser optimiert Verkaufsgespräche und die CRM-Integration. Oder der Copilot for Service, welcher Menschen unterstützt, die im Kundensupport arbeiten. Und natürlich der Copilot for Finance. Dieser hilft Finanzexperten bei Berichten, Prognosen und Datenabgleichen.
Fazit: Strategie oder Chaos?
Microsoft verfolgt das Ziel, KI in jeden Workflow zu integrieren. Während die Funktionalität beeindruckend ist, sorgt die Namensgebung oft für Kopfschütteln. Ob Microsoft sein Portfolio in Zukunft wieder straffen wird oder ob bald noch mehr Copiloten dazukommen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die KI-Assistenten sind gekommen, um zu bleiben.

