Dänemark steigt teilweise bei Microsoft aus

Die dänische Straßenverkehrsbehörde hat damit begonnen, sich von Microsoft-Produkten wie Windows, Office, Teams und Outlook zu trennen.

Hintergrund und Ziel

Die dänische Straßenverkehrsbehörde hat damit begonnen, sich von Microsoft-Produkten wie Windows, Office (Word, Excel), Teams und Outlook zu trennen. Dieser Schritt ist Teil einer breiteren Regierungsinitiative namens „SIA Open“, die von der staatlichen IT-Agentur Statens IT geleitet wird.

Das Hauptziel ist die Erlangung der digitalen Souveränität. Dänemark möchte die Abhängigkeit von großen US-amerikanischen Tech-Konzernen verringern. Natürlich geht es auch darum, die volle Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. Die Datenspeicherung soll in nationalen Rechenzentren statt in global verteilten Cloud-Systemen erfolgen. Langfristig möchte man auch die Lizenzkosten senken.

Details der Umsetzung

Die Straßenverkehrsbehörde ist die erste Behörde, die dieses System im Rahmen eines Pilotprojekts testet. Ein Teil der rund 600 Mitarbeiter wechselt bereits auf die neuen Systeme. Zum Einsatz kommen quelloffene Betriebssysteme (Linux-basiert) und Anwendungen wie LibreOffice. Sollte der Pilotversuch erfolgreich sein, plant der dänische Staat, bis zu 15.000 Mitarbeiter in verschiedenen Behörden auf Open-Source-Lösungen umzustellen.

Herausforderungen und Gegenpositionen

Die dänische Digitalisierungsministerin betonte, dass der Wechsel schrittweise erfolgt. Sollten kritische Probleme auftreten, die den Arbeitsalltag behindern, behält man sich vor, vorübergehend zu Microsoft zurückzukehren. Microsoft Dänemark reagierte mit einem PR-Statement, in dem betont wurde, dass ihre Lösungen sicher, innovativ und preislich wettbewerbsfähig seien und man den Wettbewerb begrüße. Zudem verwies das Unternehmen darauf, ab 2026 eigene Rechenzentren in Dänemark zu betreiben, um lokale Datenspeicherung zu ermöglichen.

Fazit

Dänemark folgt damit einem Trend in Europa, ähnlich wie in Schleswig-Holstein in Deutschland oder bei Behörden in Frankreich, bei dem öffentliche Institutionen versuchen, durch Open Source mehr Unabhängigkeit und Sicherheit für ihre digitale Infrastruktur zu gewinnen. Der Wechsel auf Open-Source-Lösungen ist begrüßenswert.

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