Densify ist eine grafische Benutzeroberfläche für das mächtige Ghostscript. Es ist ein kleines, aber feines Werkzeug, das die PDF-Komprimierung unter Linux sehr vereinfacht.
In einer digitalen Welt, in der E-Mail-Postfächer Größenbeschränkungen haben und Cloud-Speicher kostbar ist, sind riesige PDF-Dateien ein echtes Ärgernis. Wer unter Linux arbeitet, hat zwar mächtige Terminal-Befehle wie ghostscript zur Hand, doch nicht jeder möchte sich mit komplexen Kommandozeilen-Parametern herumschlagen.
Hier kommt Densify ins Spiel – ein kleines, aber feines Werkzeug, das die PDF-Komprimierung unter Linux sehr vereinfacht. Densify ist eine grafische Benutzeroberfläche für das mächtige Programm Ghostscript. Während Ghostscript im Terminal oft kryptisch wirkt, bietet Densify ein minimalistisches Fenster, in dem Sie mit wenigen Klicks Ihre PDF-Dateien verkleinern können. Das Tool nutzt die bewährten Standards von Adobe Acrobat Distiller, um die Balance zwischen Dateigröße und Bildqualität zu halten. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Profilen.
Screen bietet maximale Komprimierung bei 72 dpi Auflösung und ist geeignet für die reine Bildschirmansicht oder schnellen E-Mail-Versand. Ebook ist ein guter Kompromiss bei 150 dpi und ist ideal für digitales Lesen auf Tablets und Readern. Printer behält eine hohe Qualität der PDF-Datei mit 300 dpi und eignet sich prima für Dokumente, die noch gedruckt werden sollen. Prepress ist eher für den Profidruck und erhält die Farbtreue und Qualität. Diese Einstellung erzeugt größere Dateien. Default ist ein Allrounder und eher für die universelle Nutzung ohne speziellen Fokus bestimmt.
Warum ist Densify ideal für Linux-Nutzer?
Densify gibt Ihnen die volle Power von Ghostscript, aber Sie müssen keinen einzigen Terminal-Befehl auswendig lernen. Densify überschreibt niemals Ihr Originaldokument. Standardmäßig wird eine Kopie mit dem Zusatz -compressed.pdf erstellt. Das Tool versucht auch nicht, ein PDF-Editor zu sein. Es macht genau eine Sache – Komprimieren – und das erstklassig.
Densify vs. Online-Tools: Warum lokal besser ist
Es ist verlockend, kurz „PDF verkleinern“ zu googeln und die Datei bei einem Webdienst hochzuladen. Doch sobald Sie ein Dokument bei einem Online-Dienst hochladen, verlässt es Ihren Kontrollbereich. Handelt es sich um Arbeitsverträge, Rechnungen oder private Dokumente, ist das ein Sicherheitsrisiko. Densify arbeitet komplett offline. Ihre Daten bleiben auf Ihrer Festplatte. Viele Online-Tools beschränken die Dateigröße oder die Anzahl der Dokumente pro Stunde, sofern man kein Abo abschließt. Densify ist Open Source und kennt keine künstlichen Limits. Ob 10 MB oder 2 GB, das Tool arbeitet, solange Ihre Hardware genug Leistung hat. Ein Online-Tool erfordert den Upload und den Download. Bei einer langsamen Internetverbindung oder riesigen Dateien dauert das oft länger als die eigentliche Komprimierung. Densify kennt dieses Problem gar nicht.
Fazit
Densify beweist, dass Linux-Werkzeuge nicht kompliziert sein müssen, um professionelle Ergebnisse zu liefern. Es schützt Ihre Privatsphäre, schont Ihren Geldbeutel und die Nerven Ihrer E-Mail-Empfänger. Densify steht als AppImage auf Github zur Verfügung.

