Die Gegenbewegung von Windows-11-Nutzern gegen die aggressive Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) durch Microsoft wächst weiter.
Unzufriedene Windows-11-Nutzer haben den Spitznamen „Microslop“ geprägt. Das Wort „Slop“ (dt. Abfall/Gematsche) hat sich im Netz als Bezeichnung für minderwertige KI-generierte Inhalte etabliert. Durch die Wortschöpfung kritisieren Nutzer Microsofts Bestreben, KI-Funktionen ungefragt in fast jeden Bereich des Betriebssystems zu drängen.
Das Wesentliche
Die Gegenbewegung geht so weit, dass es nun eine Browser-Erweiterung für Google Chrome gibt (Microsoft to Microslop), die auf allen aufgerufenen Webseiten das Wort „Microsoft“ automatisch durch „Microslop“ ersetzt.
Die Gründe für den Widerstand sind vielfältig, liegen aber vor allem an der übermäßigen Integration von KI-Funktionen in alle Bereiche des Betriebssystems. Was mit dem Copilot (ehemals Bing Chat) begann, hat sich auf Paint, das Snipping-Tool, Fotos, Notepad und sogar den Datei-Explorer ausgeweitet. Das wäre alles nicht so tragisch, wenn der Kunde die Wahlfreiheit hätte. Viele Nutzer stören sich daran, dass es keinen einfachen „Hauptschalter“ gibt, um alle KI-Funktionen gleichzeitig zu deaktivieren.
Die Kritik richtet sich auch gegen die Qualität der KI-Ergebnisse und den Versuch, dedizierte „Copilot-Tasten“ auf Tastaturen zu erzwingen. Auch die Industrie hat mittlerweile reagiert, denn selbst große PC-Hersteller wie Dell passen nun ihre Strategie an. Da sich KI-PCs bisher nicht wie erhofft verkaufen, konzentriert man sich wieder mehr auf klassische Werte wie Verarbeitungsqualität, Akkulaufzeit und Gaming-Leistung.
Fazit
Ich wiederhole mich ungern mit meinen Aussagen, aber Microsoft läuft Gefahr, seinen Ruf bei den Kernnutzern zu verspielen, wenn das Unternehmen weiterhin KI-Features erzwingt, die von vielen als nutzlos oder störend empfunden werden.

