Ein Problem mit einer zentralen Windows-11-Funktion führt bei einigen Nutzern zu einem massiven Anstieg des Arbeitsspeicher-Verbrauchs.
Im Fokus steht der Dienst „Übermittlungsoptimierung“ (Delivery Optimization), im System als DoSvc bekannt. Dieser Dienst ist eigentlich dafür gedacht, Windows-Updates und Microsoft-Store-Downloads effizienter zu verteilen. Er nutzt ein Peer-to-Peer-Verfahren, bei dem Teile von Updates zwischen PCs im lokalen Netzwerk (oder im Internet) geteilt werden, um die Server von Microsoft zu entlasten und die Bandbreite zu schonen.
Ein Reddit-Nutzer entdeckte durch Langzeit-Monitoring, dass dieser Dienst über die Zeit immer mehr RAM beansprucht, ohne ihn wieder freizugeben. Dies deutet auf ein Speicherleck (Memory Leak) hin. Der Prozess svchost.exe, der diesen Dienst hostet, belegt dabei teilweise den gesamten verfügbaren Arbeitsspeicher. Das Verhalten wurde insbesondere unter Windows 11 (24H2, 25H2) sowie Windows Server 2025 beobachtet, da Microsoft dort das Verhalten einiger Systemdienste so geändert hat, dass sie standardmäßig im Hintergrund laufen.
Betroffene Nutzer können die Übermittlungsoptimierung in den Windows-Update-Einstellungen auf das lokale Netzwerk begrenzen oder komplett deaktivieren, um den RAM-Verbrauch zu senken.
Fazit
Microsoft hat kürzlich eine andere automatische Update-Funktion aufgrund von negativem Feedback auf 2026 verschoben. Dies unterstreicht die aktuelle Kritik an der steigenden Ressourcenlast von Windows 11.
